Grazer Menschenrechtspreis 2009

Im feierlichen Rahmen des Gemeinderats-Sitzungssaales wurde am 10. Dezember 2009, zum zweiten Mal der „Menschenrechtspreis der Stadt Graz” vergeben. Aus 18 Nominierungen kürte die Jury einstimmig zwei Preisträger, deren Engagement neben der öffentlichen Anerkennung mit insgesamt 7.000 Euro gewürdigt wurde.

Preisträger für den Einsatz um die Menschenrechte International:

Dr. Hans Hesselmann, Leiter des Menschenrechtsbüros Nürnberg, Initiator und Vorsitzender der am 10. Dezember 2004 gemeinsam mit der UNESCO gegründeten Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus. Der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus gehören bereits 97 Kommunen, darunter auch Graz, an. Hesselmann sieht eine besondere Verantwortung bei der Bekämpfung von Rassismus vor allem bei Städten.

Preisträger für den Einsatz um die Menschenrechte in Graz:

Vertretungsnetz Sachwalterschaft, Patientenanwaltschaft, Bewohnervertretung, Zweigstelle Steiermark. Für die langjährige Tätigkeit zum Schutz der Würde von Menschen mit besonderen Bedürfnissen nahmen in Vertretung für den Verein, Präsident Hon.-Prof. Dr. Gerhard Hopf und die steirische Bereichsleiterin Dr.in Margit Grassauer den Grazer Menschenrechtspreis 2009 entgegen.

Recht und Würde

Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl betonte in seiner Rede, dass Menschenrechte uns täglich begleiten und warnte vor der Radikalisierung der öffentlichen Meinung gerade hinsichtlich Religionsfreiheit.

Nagl: „Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit. So steht es in den Menschenrechten und so leben wir das auch in der Stadt Graz! Gerade in urbanen Zentren ist die Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben der gegenseitige Respekt und zwar im ständigen Bewusstsein um die Menschenrechte“